Wie ich bereits in meinem vorherigen Bericht (welchen Ihr unter der Kategorie Feuerverzinken finden könnt) erwähnt habe, verfügt der Standort Gerichshain (Korrosionsschutzpark Leipzig) nicht ausschließlich über eine Feuerverzinkung, sondern obendrein noch über eine Anlage zur Applikation von Pulverlacken diverser Farben und Zusammensetzungen. Dies bietet den Auszubildenden eine gekonnte Abwechslung, sowie eine völlig andere Perspektive hinsichtlich der Oberflächenbeschichtung von Metallen. Um euch dies nun Stück für Stück nahezubringen, werde ich in diesem Abschnitt auf die Vorbereitung/Vorbehandlung der vom Kunden angelieferten Ware eingehen.

Zuerst werden die Teile vom Wareneingang auf Vollständigkeit, Verschmutzungsgrad (Verunreinigungen mit Ölen/Fetten/Bohremulsionen/  Schweißspray/etc.), Aufhängemöglichkeiten und der generellen Eignung zur Pulverbeschichtung geprüft. Wenn diese erste Prüfung erfolgreich bestanden ist, geht es weiter zur „Aufhänge-Station“. Hier werden die Waren mittels Haken an der Traverse befestigt und erhalten eine zweite Sichtprüfung hinsichtlich der zuvor genannten Kriterien, denn niemand ist unfehlbar und übersehen ist schnell etwas. Nachdem jetzt alles korrekt platziert wurde, erfolgt die Freigabe der Traverse durch den „Aufhänger“ im Computersystem, der im gleichen Schritt die gewünschte Farbgebung sowie diverse andere Parameter wie z.B.: die Kettengeschwindigkeit (Vorschubgeschwindigkeit der Traverse) oder das gewünschte Strahlprogramm für die nachfolgenden Arbeitsschritte festlegt. Folglich begibt sich die Traverse in die Strahlkabine, in der anhaftende Zunder und Oxidschichten durch das auftreffen von sich schnell bewegenden Strahlmittelteilchen von der Oberfläche der Ware „gesprengt“ werden (für Schwarzstahl). Bei bereits von uns feuerverzinkten Waren wird hingegen ein leichtes Strahlprogramm (das so genannte Sweepen) verwendet, da hier keinerlei oberflächlich anhaftende Schichten entfernt werden müssen, sondern lediglich die Oberfläche angeraut werden muss, um eine bessere Haftung des Pulverlackes gewährleisten zu können. Nachdem die Bauteile diesen Prozessschritt durchlaufen haben, prüft ein weiterer Mitarbeiter die Qualität des Strahlvorgangs. Eventuell anhaftende Strahlmittelreste, welche sich noch im/am/auf dem Bauteil befinden, entfernt er dann mittels Druckluft, um folglich unansehnliche Fehlstellen in Form von Einschlüssen des Strahlmittels unter dem Pulverlack vermeiden zu können.

Was dann passiert……. erfahrt ihr in meinem nächsten Bericht……..

 

 

Mit besten Grüßen,

Euer Norman

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.